Neue Veröffentlichungen zu Jahresbeginn – Stay tuned for more.
Um den Jahreswechsel sind mehrere neue Texte von mir erschienen.
Ich habe mich – wie schon in früheren Aufsätzen (in Forum Classicum) – mit der Römischen Geschichte des Titus Livius beschäftigt, diesem unerschöpflichen Reservoir an großartigen Szenen und Themen, die zu allen Zeiten Denkanstöße geliefert haben und auch heute liefern können, wenn man sich denn auf die Lektüre einlässt – am besten im Original, auf Latein, denn: dem geschliffenen Stil von Ab Urbe Condita wird man, denke ich, am ehesten mit dem französischen Epitheton ,superbe‘ gerecht. (Empfehlenswert ist die lateinisch-englische Ausgabe aller erhaltenen Teile des – leider verstümmelt überlieferten – Werkes in der Loeb Classical Library.)
Das Resultat meiner Bemühungen ist der Artikel „Livius und Numa Pompilius. Roms zweiter König in Ab urbe Condita.“ König Romulus und sein bemitleidenswerter Bruder Remus mögen zwar bekannter sein, aber auch die von Historikern wie Livius und Plutarch gezeichnete Gestalt seines unmittelbaren Nachfolgers Numa Pompilius wurde zum Gegenstand der Reflexion für die politischen Denker der folgenden Jahrhunderte (Dante, Machiavelli, Montaigne, Hobbes …), auf deren unterschiedliche Formen der Rezeption ich in dem Aufsatz eingehe. Dieser Text ist erschienen auf thecarolingian.com, und ich danke Gregory Barbosa, dem Herausgeber des CAROLINGIAN, des EUROPEAN FORUM OF CULTURAL DEBATE, für die Aufnahme meines Textes in dieses noble Projekt geistigen Austausches sowie für die, wie gewohnt, perfekte optische Präsentation.
In Heft /2025 von Die Alten Sprachen im Unterricht findet sich mein Aufsatz „Zwei Kaiser, Vater und Sohn – Mark Aurel und Commodus im Spiegel der Erzählkunst des Herodian“. Herodians Qualität als Historiker mag zwar umstritten sein – ein begabter Erzähler aber war er! Hier geht es um eine der großen Szenen der Antike, nämlich den Machtwechsel vom ,Philosophenkönig‘ zum ,Wüstling‘.
Auch in Heft 2/2025 von Latein und Griechisch in Baden-Württemberg ist ein Aufsatz von mir erschienen: „Rufer gegen den Hexenwahn – Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis.“ Der Herausgeber, Stefan Faller, schreibt im Vorwort: „Christoph Wurm, der uns beim letzten Mal in die Welt des Franzosen Nicolas Boileau und seiner Horazrezeption eingeführt hat, weist dieses Mal auf Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis hin, dessen Kritik an den Auswüchsen der Hexenverfolgungen uns zeigt, dass auch damals Menschen tätig waren, die sich nicht einfach den Verirrungen der Zeit hingegeben haben, sondern mit Vernunft, Mut und sogar einigem Erfolg dagegen vorgegangen sind.“
Und: Letzte Woche hat das Marburger Institut für Glaube und Wissenschaft, iguw.de, meinen Text „Paulus unter Anklage in Jerusalem und Caesarea“ in seine Textsammlung aufgenommen, wofür ich mich hier bedanken möchte.
Er behandelt die ersten Phasen des Finales der Apostelgeschichte des Lukas und setzt sich kritisch, aus der Perspektive eines Philologen, mit der Rezeption dieser Kapitel in der neutestamentlichen Exegese der jüngeren Zeit auseinander.


