In FORVM CLASSICUM 1/2026 sind zwei Rezensionen von mir zu empfehlenswerten Büchern erschienen, das eine italienisch, das andere französisch. Es handelt sich um Stefano Polettis „Teologia della Guerra Civile. Il Bellum civile di Petronio e la tradizione epica latina“ (2022) und „Le Cas Cicéron“, eine 2025 bei Les Belles Lettres erschienene originelle Aufbereitung des Lebens Ciceros in Comic-Form (Teil 1: Homo novus) (V. Robert-Mas, Th. Mazoyer).
Am 15. April nahm ich auf Einladung von Profundum Austria an einem Campus-Gespräch in Wien über die Apostelgeschichte und ihre Glaubwürdigkeit teil. Grundlage war mein 2020 erschienenes Buch „Glaubwürdig: die Apostelgeschichte – Lukas, der erste christliche Historiker“.
Gesprächspartner waren Gernot Zeilinger als Moderator und Herr Pfarrer Dr. Markus Lang. Ich danke allen Beteiligten, natürlich auch den Technikern und Technikerinnen und dem Publikum, für diesen lehrreichen und unterhaltsamen Abend.
Das Gespräch steht auf Youtube ur Verfügung unter dem Titel „Zeichen Wunder, Heilungen: Ist die Apostelgeschichte historisch glaubwürdig?“ (Einfach ,Profundum Austria‘ oder ,Christoph Wurm‘ eingeben).
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2026-04-29 08:36:272026-04-29 13:07:50Wiener Gespräch über die Apostelgeschichte auf Youtube
Das bewährte Italienischbuch von Lucina Micale und mir ist in den letzten Tagen neu nachgedruckt worden. Pronti per parlare ist eines der erfolgreichsten Italienischbücher im deutschen Sprachraum. Ein Lernwortschatz für die mündliche Kommunikation, kompetenzorientiert, für eine Vielzahl von Situationen, etwa Teilnahme an Diskussionen oder deren Leitung, Vorstellungsgespräche, Referate, mündliche (Abitur-)Prüfungen. Das Buch eignet sich zum gezielten Selbststudium ebenso wie für den Einsatz in Schul- und Universitätskursen. Mit digitalen (Audio-)Inhalten! Ich danke meiner Co-Autorin und dem Ernst Klett-Verlag.
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2026-04-11 18:01:262026-04-11 18:01:26Italienisch kurz und kompakt - Erneuter Nachdruck von Pronti per parlare
Um den Jahreswechsel sind mehrere neue Texte von mir erschienen.
Ich habe mich – wie schon in früheren Aufsätzen (in Forum Classicum) – mit der Römischen Geschichte des Titus Livius beschäftigt, diesem unerschöpflichen Reservoir an großartigen Szenen und Themen, die zu allen Zeiten Denkanstöße geliefert haben und auch heute liefern können, wenn man sich denn auf die Lektüre einlässt – am besten im Original, auf Latein, denn: dem geschliffenen Stil von Ab Urbe Condita wird man, denke ich, am ehesten mit dem französischen Epitheton ,superbe‘ gerecht. (Empfehlenswert ist die lateinisch-englische Ausgabe aller erhaltenen Teile des – leider verstümmelt überlieferten – Werkes in der Loeb Classical Library.)
Das Resultat meiner Bemühungen ist der Artikel „Livius und Numa Pompilius. Roms zweiter König in Ab urbe Condita.“ König Romulus und sein bemitleidenswerter Bruder Remus mögen zwar bekannter sein, aber auch die von Historikern wie Livius und Plutarch gezeichnete Gestalt seines unmittelbaren Nachfolgers Numa Pompilius wurde zum Gegenstand der Reflexion für die politischen Denker der folgenden Jahrhunderte (Dante, Machiavelli, Montaigne, Hobbes …), auf deren unterschiedliche Formen der Rezeption ich in dem Aufsatz eingehe. Dieser Text ist erschienen auf thecarolingian.com, und ich danke Gregory Barbosa, dem Herausgeber des CAROLINGIAN, des EUROPEAN FORUM OF CULTURAL DEBATE, für die Aufnahme meines Textes in dieses noble Projekt geistigen Austausches sowie für die, wie gewohnt, perfekte optische Präsentation.
In Heft /2025 von Die Alten Sprachen im Unterricht findet sich mein Aufsatz „Zwei Kaiser, Vater und Sohn – Mark Aurel und Commodus im Spiegel der Erzählkunst des Herodian“. Herodians Qualität als Historiker mag zwar umstritten sein – ein begabter Erzähler aber war er! Hier geht es um eine der großen Szenen der Antike, nämlich den Machtwechsel vom ,Philosophenkönig‘ zum ,Wüstling‘.
Auch in Heft 2/2025 von Latein und Griechisch in Baden-Württemberg ist ein Aufsatz von mir erschienen: „Rufer gegen den Hexenwahn – Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis.“ Der Herausgeber, Stefan Faller, schreibt im Vorwort: „Christoph Wurm, der uns beim letzten Mal in die Welt des Franzosen Nicolas Boileau und seiner Horazrezeption eingeführt hat, weist dieses Mal auf Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis hin, dessen Kritik an den Auswüchsen der Hexenverfolgungen uns zeigt, dass auch damals Menschen tätig waren, die sich nicht einfach den Verirrungen der Zeit hingegeben haben, sondern mit Vernunft, Mut und sogar einigem Erfolg dagegen vorgegangen sind.“
Und: Letzte Woche hat das Marburger Institut für Glaube und Wissenschaft, iguw.de, meinen Text „Paulus unter Anklage in Jerusalem und Caesarea“ in seine Textsammlung aufgenommen, wofür ich mich hier bedanken möchte.
Er behandelt die ersten Phasen des Finales der Apostelgeschichte des Lukas und setzt sich kritisch, aus der Perspektive eines Philologen, mit der Rezeption dieser Kapitel in der neutestamentlichen Exegese der jüngeren Zeit auseinander.
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2026-02-12 14:38:322026-02-12 20:56:22Neue Veröffentlichungen zu Jahresbeginn - Stay tuned for more.
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2025-12-07 12:44:232025-12-07 12:44:23Un monde qui change ...
„Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen. Das muss beibehalten werden, das ist in der Koalition verabredet.“
F. Merz, der ewige Umfaller, ist wieder gestürzt. Diesmal allerdings nicht nach hinten, sondern kopfüber. In eine Debatte über seine Aussage zum deutschen ,Stadtbild‘. Nun weiss natürlich jeder, der mit der aktuellen bundesdeutschen Politik vertraut ist und mit dem Agieren des Lügners und Wahlbetrügers Merz: Am Zustand des ,Stadtbildes‘ wird sich rein gar nichts verbessern, im Gegenteil. Noch mehr unkontrollierte Einwanderung und noch mehr Verwahrlosung sind zu erwarten. Einem einzigen Satz allerdings mag man uneingeschränkt zustimmen, dem ersten: „Bei der Migration sind wir sehr weit“; in der Tat.
Der schrille ,Aufschrei‘ der Gutmenschinnen&-menschen jedoch bezog sich auf etwas anderes: hier hasse und hetze ein Feind der Migranten, ein Rassist. Erst richtig köstlich ist die ganze Sache aber erst seit ein paar Tagen geworden, als eine der Grünen-HäuptlingInnen, K. Göring-Eckardt, mit einem Tweet in die Debatte eingriff. Er zeigt das Bild von etwas Döner-Ähnlichem, begleitet von der kryptischen Wortgruppe „Ich hatte heute Stadtbild. Töchter waren keine.“
Nun ist es eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Grünen-Führer:in Göring-Eckardt, Talkshowdauergästin, nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, oder, wie die Engländer sagen, not the sharpest knife in the drawer. Sie ist schon häufiger durch „eigenwillige“ Tweets aufgefallen. Erst letztes Jahr musste sie sich bei ihrer Klientel für einen Tweet zur Hautfarbe der ,Mannschaft‘ entschuldigen …
Auch jetzt hat sie bei ihren eigenen Leuten Entsetzen ausgelöst: Das Bild eines Döner-ähnlichen Objekts reduziere den reichen kulturellen Beitrag, den die Massenimmigration nach Deutschland geliefert habe, liefere und liefern werde. Der miefige Döner(laden) – unmöglich, nimmer könne er als adäquates Symbol dieser kulturellen Bereicherung gerecht werden! In der Sprache des Grünen Reichs (Bernd Zeller): die grüne Staatsmännin „bediene rassistische Ressentiments“. Es ist sogar vermutet worden, die verbale Stammel-Ruine „Ich hatte heute Stadtbild. Töchter waren keine“ solle „Ausländer-Sprech“ nachahmen.
Da fehlt doch was. „Kulturelle Aneignung“! Egal wie trivial das getwitterte Bild sein mag.
Dabei galt ihr, der grünen Vorkämpfenden, vor kurzem noch das Mitleid aller korrekt Meinenden: Sie sei auf einer öffentlichen Toilettin, so erfuhren wir im Mai dieses Jahres, von einer sich als weiblich Identifizierenden bedroht worden – „mit einem angespitzten Trinkhalm aus Holz“! (Quelle: Internet-Seite der Antenne Brandenburg, 23.05. 2025, 15:10 Uhr).
VERDIKT: Rassismus in Tateinheit mit kultureller Aneignung; Doppelstrafe: 1.) Ausschluss aus den Talk-Shows für anderthalb Jahre; 2.) Auferlegung des Epitethons: „umstritten“ durch das GEZ-TV: „Wie die umstrittene Grünen-Führende vor Studierenden, Absolvierenden und Dozierenden ausführte …“.
In der neuesten Ausgabe der Deutsch-Rumänischen Hefte – Caiete Germano-Române (2/2025) ist mein Aufsatz „De la romani la români – Rumänien und die Römer“ erschienen, unter dem – nicht von mir stammenden – Titel „Daker und Römer – Die Erfindung einer Herkunft. Wie die Antike zur Gegenwart spricht.“
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2025-10-22 12:44:072025-10-22 21:53:14De la romani la români - Rumänien und die Römer
Der Romanistiktag 2025 in Konstanz steht unter dem Motto „Konstanz und Wandel – Romanistik und neue Technologien“. Ich werde in Sektion 21 mit dabei sein. Unser Thema ist „Griechisch, Lateinisch und Romanisch revisited – Zur Bedeutung der alten Sprachen und Kulturen für die Romanistik in Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft und in der Fachdidaktik“.
Sektionsleitung: Prof. Dr. Lorenzo Filipponio (Università di Genova), Dr. Christoph O. Mayer (Humboldt-Universität, Berlin) und Prof. Dr. Daniel Reimann (Humboldt-Universität), denen ich hier ganz herzlich für die freundliche Einladung zum Romanistiktag danke.
Alle Leserinnen und Leser, die mir folgen, wissen, dass die Thematik unserer Sektion ganz viel mit dem zu tun hat, mit dem ich mich in meinen Schriften und hier auf diesem Blog beschäftige, und deshalb bin ich gespannt auf die Beiträge – und freue mich auf meine erste Begegnung mit Konstanz und dem Bodensee.
Ich werde am zweiten Tag, Dienstag, dem 22. September, über das Thema sprechen: „Latein und romanische Sprachen – Dantes De Vulgari Eloquentia und der Diálogo de la lengua des Juan de Valdés.“
Eine schöne Nachricht aus Stuttgart: Nachdruck des Klassikers Writing Better English auch in diesem Jahr! Als Dr. Rolf Giese, Eckhard Schroeder und ich 2012 dieses Buch herausbrachten, konnten wir nicht ahnen, dass es zu einem der erfolgreichsten Englischbücher im deutschen Sprachraum werden würde. Wir haben zahlreiche dankbare, ja begeisterte Rückmeldungen erhalten. Seitdem ist das Buch so oft nachgedruckt worden, dass ich – ich muss es gestehen – den Überblick verloren habe.
Writing Better English ist ein systematisch gegliedertes Arbeits- und Nachschlagebuch zur aktiven Produktion zusammenhängender Texte, stringent auf die Interessen der Nutzer ausgerichtet.
Über das Vokabular hinaus enthält das Buch dort, wo es erforderlich ist, weitere wichtige Informationen, aus den Bereichen Grammatik und Stilistik. Alles ist KOMPETENZORIENTIERT, das heißt, jedem, der es verwendet, liefert Writing Better English das sprachliche Material für seine jeweiligen Schreib-Intentionen.
http://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.png00Christoph Wurmhttp://christophwurm.de/wp-content/uploads/2017/12/logo-wurm-neu.pngChristoph Wurm2025-09-03 13:50:282025-09-03 13:50:28Erneuter Nachdruck von Writing Better English
Im neuen Heft von Die Alten Sprachen im Unterricht (DASIU, 1/2025) habe ich einen Fachaufsatz veröffentlicht, über das dem Kardinal Mazarin zugeschriebene Breviarium politicorum, ein Leitfaden für skrupellose Machtausübung und Machterweiterung, mit zahlreichen ungeniert zu Papier gebrachten Einsichten aus dem Leben am französischen Königshof – eine ebenso frappierende wie unterhaltsame Lektüre.
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Zwei neue Veröffentlichungen
In FORVM CLASSICUM 1/2026 sind zwei Rezensionen von mir zu empfehlenswerten Büchern erschienen, das eine italienisch, das andere französisch. Es handelt sich um Stefano Polettis „Teologia della Guerra Civile. Il Bellum civile di Petronio e la tradizione epica latina“ (2022) und „Le Cas Cicéron“, eine 2025 bei Les Belles Lettres erschienene originelle Aufbereitung des Lebens Ciceros in Comic-Form (Teil 1: Homo novus) (V. Robert-Mas, Th. Mazoyer).
Wiener Gespräch über die Apostelgeschichte auf Youtube
Am 15. April nahm ich auf Einladung von Profundum Austria an einem Campus-Gespräch in Wien über die Apostelgeschichte und ihre Glaubwürdigkeit teil. Grundlage war mein 2020 erschienenes Buch „Glaubwürdig: die Apostelgeschichte – Lukas, der erste christliche Historiker“.
Gesprächspartner waren Gernot Zeilinger als Moderator und Herr Pfarrer Dr. Markus Lang. Ich danke allen Beteiligten, natürlich auch den Technikern und Technikerinnen und dem Publikum, für diesen lehrreichen und unterhaltsamen Abend.
Das Gespräch steht auf Youtube ur Verfügung unter dem Titel „Zeichen Wunder, Heilungen: Ist die Apostelgeschichte historisch glaubwürdig?“ (Einfach ,Profundum Austria‘ oder ,Christoph Wurm‘ eingeben).
Italienisch kurz und kompakt – Erneuter Nachdruck von Pronti per parlare
Das bewährte Italienischbuch von Lucina Micale und mir ist in den letzten Tagen neu nachgedruckt worden. Pronti per parlare ist eines der erfolgreichsten Italienischbücher im deutschen Sprachraum. Ein Lernwortschatz für die mündliche Kommunikation, kompetenzorientiert, für eine Vielzahl von Situationen, etwa Teilnahme an Diskussionen oder deren Leitung, Vorstellungsgespräche, Referate, mündliche (Abitur-)Prüfungen. Das Buch eignet sich zum gezielten Selbststudium ebenso wie für den Einsatz in Schul- und Universitätskursen. Mit digitalen (Audio-)Inhalten! Ich danke meiner Co-Autorin und dem Ernst Klett-Verlag.

Neue Veröffentlichungen zu Jahresbeginn – Stay tuned for more.
Um den Jahreswechsel sind mehrere neue Texte von mir erschienen.
Ich habe mich – wie schon in früheren Aufsätzen (in Forum Classicum) – mit der Römischen Geschichte des Titus Livius beschäftigt, diesem unerschöpflichen Reservoir an großartigen Szenen und Themen, die zu allen Zeiten Denkanstöße geliefert haben und auch heute liefern können, wenn man sich denn auf die Lektüre einlässt – am besten im Original, auf Latein, denn: dem geschliffenen Stil von Ab Urbe Condita wird man, denke ich, am ehesten mit dem französischen Epitheton ,superbe‘ gerecht. (Empfehlenswert ist die lateinisch-englische Ausgabe aller erhaltenen Teile des – leider verstümmelt überlieferten – Werkes in der Loeb Classical Library.)
Das Resultat meiner Bemühungen ist der Artikel „Livius und Numa Pompilius. Roms zweiter König in Ab urbe Condita.“ König Romulus und sein bemitleidenswerter Bruder Remus mögen zwar bekannter sein, aber auch die von Historikern wie Livius und Plutarch gezeichnete Gestalt seines unmittelbaren Nachfolgers Numa Pompilius wurde zum Gegenstand der Reflexion für die politischen Denker der folgenden Jahrhunderte (Dante, Machiavelli, Montaigne, Hobbes …), auf deren unterschiedliche Formen der Rezeption ich in dem Aufsatz eingehe. Dieser Text ist erschienen auf thecarolingian.com, und ich danke Gregory Barbosa, dem Herausgeber des CAROLINGIAN, des EUROPEAN FORUM OF CULTURAL DEBATE, für die Aufnahme meines Textes in dieses noble Projekt geistigen Austausches sowie für die, wie gewohnt, perfekte optische Präsentation.
In Heft /2025 von Die Alten Sprachen im Unterricht findet sich mein Aufsatz „Zwei Kaiser, Vater und Sohn – Mark Aurel und Commodus im Spiegel der Erzählkunst des Herodian“. Herodians Qualität als Historiker mag zwar umstritten sein – ein begabter Erzähler aber war er! Hier geht es um eine der großen Szenen der Antike, nämlich den Machtwechsel vom ,Philosophenkönig‘ zum ,Wüstling‘.
Auch in Heft 2/2025 von Latein und Griechisch in Baden-Württemberg ist ein Aufsatz von mir erschienen: „Rufer gegen den Hexenwahn – Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis.“ Der Herausgeber, Stefan Faller, schreibt im Vorwort: „Christoph Wurm, der uns beim letzten Mal in die Welt des Franzosen Nicolas Boileau und seiner Horazrezeption eingeführt hat, weist dieses Mal auf Friedrich Spee und seine Cautio Criminalis hin, dessen Kritik an den Auswüchsen der Hexenverfolgungen uns zeigt, dass auch damals Menschen tätig waren, die sich nicht einfach den Verirrungen der Zeit hingegeben haben, sondern mit Vernunft, Mut und sogar einigem Erfolg dagegen vorgegangen sind.“
Und: Letzte Woche hat das Marburger Institut für Glaube und Wissenschaft, iguw.de, meinen Text „Paulus unter Anklage in Jerusalem und Caesarea“ in seine Textsammlung aufgenommen, wofür ich mich hier bedanken möchte.
Er behandelt die ersten Phasen des Finales der Apostelgeschichte des Lukas und setzt sich kritisch, aus der Perspektive eines Philologen, mit der Rezeption dieser Kapitel in der neutestamentlichen Exegese der jüngeren Zeit auseinander.
Un monde qui change …
„Face au monde qui change, il vaut mieux penser le changement
que changer le pansement“ (Francis Blanche)
Aufschrei auf Aufschrei – Bild statt Stadtbild!
„Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen. Das muss beibehalten werden, das ist in der Koalition verabredet.“
F. Merz, der ewige Umfaller, ist wieder gestürzt. Diesmal allerdings nicht nach hinten, sondern kopfüber. In eine Debatte über seine Aussage zum deutschen ,Stadtbild‘. Nun weiss natürlich jeder, der mit der aktuellen bundesdeutschen Politik vertraut ist und mit dem Agieren des Lügners und Wahlbetrügers Merz: Am Zustand des ,Stadtbildes‘ wird sich rein gar nichts verbessern, im Gegenteil. Noch mehr unkontrollierte Einwanderung und noch mehr Verwahrlosung sind zu erwarten. Einem einzigen Satz allerdings mag man uneingeschränkt zustimmen, dem ersten: „Bei der Migration sind wir sehr weit“; in der Tat.
Der schrille ,Aufschrei‘ der Gutmenschinnen&-menschen jedoch bezog sich auf etwas anderes: hier hasse und hetze ein Feind der Migranten, ein Rassist. Erst richtig köstlich ist die ganze Sache aber erst seit ein paar Tagen geworden, als eine der Grünen-HäuptlingInnen, K. Göring-Eckardt, mit einem Tweet in die Debatte eingriff. Er zeigt das Bild von etwas Döner-Ähnlichem, begleitet von der kryptischen Wortgruppe „Ich hatte heute Stadtbild. Töchter waren keine.“
Nun ist es eine allgemein bekannte Tatsache, dass die Grünen-Führer:in Göring-Eckardt, Talkshowdauergästin, nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, oder, wie die Engländer sagen, not the sharpest knife in the drawer. Sie ist schon häufiger durch „eigenwillige“ Tweets aufgefallen. Erst letztes Jahr musste sie sich bei ihrer Klientel für einen Tweet zur Hautfarbe der ,Mannschaft‘ entschuldigen …
Auch jetzt hat sie bei ihren eigenen Leuten Entsetzen ausgelöst: Das Bild eines Döner-ähnlichen Objekts reduziere den reichen kulturellen Beitrag, den die Massenimmigration nach Deutschland geliefert habe, liefere und liefern werde. Der miefige Döner(laden) – unmöglich, nimmer könne er als adäquates Symbol dieser kulturellen Bereicherung gerecht werden! In der Sprache des Grünen Reichs (Bernd Zeller): die grüne Staatsmännin „bediene rassistische Ressentiments“. Es ist sogar vermutet worden, die verbale Stammel-Ruine „Ich hatte heute Stadtbild. Töchter waren keine“ solle „Ausländer-Sprech“ nachahmen.
Da fehlt doch was. „Kulturelle Aneignung“! Egal wie trivial das getwitterte Bild sein mag.
Dabei galt ihr, der grünen Vorkämpfenden, vor kurzem noch das Mitleid aller korrekt Meinenden: Sie sei auf einer öffentlichen Toilettin, so erfuhren wir im Mai dieses Jahres, von einer sich als weiblich Identifizierenden bedroht worden – „mit einem angespitzten Trinkhalm aus Holz“! (Quelle: Internet-Seite der Antenne Brandenburg, 23.05. 2025, 15:10 Uhr).
VERDIKT: Rassismus in Tateinheit mit kultureller Aneignung; Doppelstrafe: 1.) Ausschluss aus den Talk-Shows für anderthalb Jahre; 2.) Auferlegung des Epitethons: „umstritten“ durch das GEZ-TV: „Wie die umstrittene Grünen-Führende vor Studierenden, Absolvierenden und Dozierenden ausführte …“.
De la romani la români – Rumänien und die Römer
In der neuesten Ausgabe der Deutsch-Rumänischen Hefte – Caiete Germano-Române (2/2025) ist mein Aufsatz „De la romani la români – Rumänien und die Römer“ erschienen, unter dem – nicht von mir stammenden – Titel „Daker und Römer – Die Erfindung einer Herkunft. Wie die Antike zur Gegenwart spricht.“
39. Romanistiktag 2025, Universität Konstanz, 22. – 25. September 2025
Der Romanistiktag 2025 in Konstanz steht unter dem Motto „Konstanz und Wandel – Romanistik und neue Technologien“. Ich werde in Sektion 21 mit dabei sein. Unser Thema ist „Griechisch, Lateinisch und Romanisch revisited – Zur Bedeutung der alten Sprachen und Kulturen für die Romanistik in Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft und in der Fachdidaktik“.
Sektionsleitung: Prof. Dr. Lorenzo Filipponio (Università di Genova), Dr. Christoph O. Mayer (Humboldt-Universität, Berlin) und Prof. Dr. Daniel Reimann (Humboldt-Universität), denen ich hier ganz herzlich für die freundliche Einladung zum Romanistiktag danke.
Alle Leserinnen und Leser, die mir folgen, wissen, dass die Thematik unserer Sektion ganz viel mit dem zu tun hat, mit dem ich mich in meinen Schriften und hier auf diesem Blog beschäftige, und deshalb bin ich gespannt auf die Beiträge – und freue mich auf meine erste Begegnung mit Konstanz und dem Bodensee.
Ich werde am zweiten Tag, Dienstag, dem 22. September, über das Thema sprechen: „Latein und romanische Sprachen – Dantes De Vulgari Eloquentia und der Diálogo de la lengua des Juan de Valdés.“
Erneuter Nachdruck von Writing Better English
Eine schöne Nachricht aus Stuttgart: Nachdruck des Klassikers Writing Better English auch in diesem Jahr! Als Dr. Rolf Giese, Eckhard Schroeder und ich 2012 dieses Buch herausbrachten, konnten wir nicht ahnen, dass es zu einem der erfolgreichsten Englischbücher im deutschen Sprachraum werden würde. Wir haben zahlreiche dankbare, ja begeisterte Rückmeldungen erhalten. Seitdem ist das Buch so oft nachgedruckt worden, dass ich – ich muss es gestehen – den Überblick verloren habe.
Writing Better English ist ein systematisch gegliedertes Arbeits- und Nachschlagebuch zur aktiven Produktion zusammenhängender Texte, stringent auf die Interessen der Nutzer ausgerichtet.
Über das Vokabular hinaus enthält das Buch dort, wo es erforderlich ist, weitere wichtige Informationen, aus den Bereichen Grammatik und Stilistik. Alles ist KOMPETENZORIENTIERT, das heißt, jedem, der es verwendet, liefert Writing Better English das sprachliche Material für seine jeweiligen Schreib-Intentionen.
Herzlichen Dank an den KLETT-Verlag.
Neuer Fachaufsatz
Im neuen Heft von Die Alten Sprachen im Unterricht (DASIU, 1/2025) habe ich einen Fachaufsatz veröffentlicht, über das dem Kardinal Mazarin zugeschriebene Breviarium politicorum, ein Leitfaden für skrupellose Machtausübung und Machterweiterung, mit zahlreichen ungeniert zu Papier gebrachten Einsichten aus dem Leben am französischen Königshof – eine ebenso frappierende wie unterhaltsame Lektüre.