Neudruck von ,Auf den Punkt gebracht‘

Auch in diesem Jahr gibt es einen Nachdruck von Auf den Punkt gebracht, dem deutsche Wortschatz zur Textarbeit, wofür ich dem Ernst Klett-Verlag danke. Die Redewendungen sind übersichtlich gegliedert und nach zentralen Kompetenzen geordnet. Das Buch richtet sich an alle, die ihre Fähigkeit schulen und erweitern wollen, über Texte der verschiedensten Arten korrekt zu sprechen und zu schreiben. Als Hilfe für fremdsprachliche Lerner enthält das Buch englische Übersetzungen zu den einzelnen Stichwörtern.


NEUE REZENSION VERÖFFENTLICHT

In FORVM CLASSICVM, der Zeitschrift für die Fächer Latein und Griechisch an Schulen und Universitäten (Heft 2/2025), ist erneut eine von mir verfasste Rezension erschienen, dieses Mal zu dem Werk von Aldo Cazzullo, Quando eravamo i padroni del mondo. Roma: L’impero infinito (Mailand, 2023). Das Buch war in Italien ein Bestseller, zu Recht, denn Cazzullo liefert eine höchst unterhaltsame und informative Darstellung zum Fortwirken Roms in unseren Tagen, nicht aus der Feder eines Fachwissenschaftlers, sondern aus der eines versierten Journalisten.

Neuer Aufsatz von mir ist online, zu Hugo von Orléans

Die Sommerausgabe des Carolingian, des European Forum of Cultural Debate, ist erschienen, und ich habe wieder die Ehre, einen Text beizusteuern. Mein Dank geht nach Großbritannien an den Herausgeber Gregory Barbosa, für die hervorragende Präsentation meines Textes. Er trägt den Titel „Der Fürst der Goliarden: Buntes aus dem Hochmittelalter“ und behandelt den französischen Poeten Hugo von Orléans.

Hier ist der Link: https://thecarolingian.com/c25.html#f3

Mein neuer Aufsatz zum Lukasevangelium

In der Textsammlung des Instituts für Glaube und Wissenschaft in Marburg (IGUW) steht ein neuer Aufsatz von mir zum Gratis-Download bereit, „Jesus und die Zöllner im Lukasevangelium“. Ich habe bereits eine Reihe sehr erfreulicher Rückmeldungen erhalten, herzlichen Dank!

Neuer Fachaufsatz: „Horaz in Paris – der Art poétique des Nicolas Boileau“

In der Fachzeitschrift Latein und Griechisch in Baden-Württemberg, Heft 01/2025, ist ein neuer Aufsatz von mir erschienen. Der Herausgeber, Dr. Stefan Faller, schreibt zu meinem Beitrag: „Einen Blick auf das interessante Nachleben von Horazens poetologischen Gedanken im Werk des Franzosen Nicolas Boileau bietet der Beitrag von Christoph Wurm. Es wird deutlich, dass in der Erforschung dieser Rezeptionsgeschichte großes Potential liegt.“

Der Aufsatz ist auch in elektronischer Form verfügbar, als Gratis-Download auf der Seite dav-bw.de unter Aktuelles.

Erneuter Nachdruck von Pronti per scrivere – Italienischer Lernwortschatz zur Textarbeit

Pronti per scrivere, von Valentina Vincis und mir 2012 veröffentlicht, war im deutschen Sprachraum ein völliges Novum: der erste und neuartig konzipierte Lernwortschatz zur Textarbeit im Italienischen.

Das Buch hat sich seitdem, zusammen mit seinem Pendant für den mündlichen Sprachgebrauch, Pronti per parlare, fest als eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Italienischbücher überhaupt etabliert.

Pronti per scrivere vermittelt die Grundlagen für differenzierte und sprachlich korrekte Textanalysen. Die Vokabeln sind in Satzmuster eingebettet, was das zusammenhängende Schreiben entscheidend erleichtert.

Außerdem liefert das Buch nicht nur wichtige grammatikalische Zusatzinformationen, etwa zu den Konditionalsätzen, sondern im Kapitel Scrivere una lettra eine Reihe von wichtigen Briefmustern, deren Struktur und Vokabular im Einzelnen erläutert werden.

Auch dieses Jahr ist unser Buch wieder nachgedruckt worden. Herzlichen Dank an den KLETT-Verlag. Und natürlich allen, die Italienisch lieben und lernen, viel Freude und Erfolg!

 

Neue Veröffentlichung in PRO LINGVA LATINA, Heft XXVI

Das neue Heft von Pro Lingua Latina enthält einen Aufsatz von mir, der die legendären französischen Herkules-Münzen behandelt, die in Frankreich seit Revolutionszeiten bis in unsere Tage erscheinen, 2012 etwa auf einer spektakulären 5000 Euro-Goldmünze und zur Olympiade 2024 in Paris mit einem ungewohnten Motiv, das Herkules im Ringkampf mit einer bizarren, ohne Kontext nicht identifizierbaren Gestalt zeigt.

Ein Thema, das Freunde Galliens, passionierte Numismatiker und Käufer wertvoller Metalle in Krisenzeiten gleichermaßen ansprechen dürfte.

Die Dinge im Einzelnen zu erläutern und zu erklären ist die Intention meines Textes mit dem Titel: Herkules in Frankreich, De Hercule Gallico. Er ist vom bewährten Herausgeber Hermann Krüssel, dem hier herzlich gedankt sei, hervorragend illustriert.

Mehr noch: Das Thema Herkules als Ringer wird noch weitergehend in dieser neuen Pro Lingua Latina-Ausgabe behandelt. So hat Hermann Krüssel einen Aufsatz mit dem Titel Der rätselhafte Gegner des Herakles. Eine olympische Medaille mit mythologischer Szene? beigesteuert.

Neue Veröffentlichung – Rezension in FORVM CLASSICUM 1/2025

Für FORVM CLASSICVM, die Zeitschrift für die Fächer Latein und Griechisch an Schulen und Universitäten, habe ich ein sehr informatives  katalanisches Buch rezensiert: Ahir Roma, avui nosaltres („Gestern Rom, heute wir“) (Barcelona 2021, Edicions Destino) von Isabel Rodà de Llanza.

Die Verfasserin ist emeritierte Professorin für Archäologie der Universitat Autònoma de Barcelona, sie war Direktorin des Katalanischen Instituts für Klassische Archäologie (ICAC).

In ihrem Werk greift sie eine Reihe von Themen auf, die in unserer Zeit Aktualität beanspruchen, um – immer auf aktuellem Forschungsstand – einen scharfen, stets anschaulichen Blick auf Parallelen im Leben in der römischen Welt zu werfen; ein Buch, das jede Menge Farbenprächtiges bietet, aus den Bereichen  Technik und Infrastruktur, Pandemien oder Klimawandel. Ich denke, es ist wichtig, durch solche Empfehlungen katalanischen Texten einen Weg zu deutschen Lesern zu bahnen.

When in Germany, mind your adjectives. Or else.

Jeder von uns, der  – mehr oder minder aufmerksam, mehr oder minder regelmäßig – die europäische, die britische, die US-amerikanische Presse rezipiert, dem wird unweigerlich auffallen, dass das früher bewunderte Modell Deutschland dahin ist.

Gone down the drain, mit Haut und Haaren, mit Kopf und Kragen: in allen, wirklich allen gesellschaftlichen Bereichen. Hier ein Kommentar aus der SCHWEIZ, der den Kernbereich, das Herz jeder Demokratie betrifft: den Dialog.

Roger Köppel, Chefredakteur der angesehenen WELTWOCHE, über den Zustand der Debattenkultur in der Bundesrepublik Deutschland, am 10. Mai 2025: „… Deutschland, wo Sie diese Fallhöhe haben zwischen dem privaten Tischgespräch und dem, was öffentlich gesagt werden darf – weil jedes falsche Adjektiv löst wieder eine Hysterie und eine Weltuntergangsstimmung aus; das ist also sehr, sehr schwierig, ein politischer Eiertanz.“

Der Psychiater R. Bonelli berichtet sogar, manche Patienten äußerten bei ihm Dinge, die noch vor ein paar Jahren als völlig harmlos galten, mit dem Hinweis auf seine ärztliche Schweigepflicht!

„Dichtung & Wahrheit“ – Metapher und Wirklichkeit

Es begann mit den Skandalen des grünen Minister-Zynikers J. Fischer: Deutsche Politiker bleiben stur im Amt, auch bei gröbsten und akkurat dokumentierten Formen von Fehlverhalten oder Versagen, sie „kleben am Sessel“ wie die Klimakleber auf dem Asphalt.

Keine Rede davon, die Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten bei Figuren wie dem kaltschnäuzigen Gutmenschen R. Habeck, der Anti-Innenministerin Faeser, der Plagiatsbetrügerin A. Baerbock oder dem Ich-kann-mich-an-nichts-erinnern-Kanzler O. Scholz.

Ein Blick in die deutsche Geschichte liefert uns ein eindrucksvolles Gegenbeispiel:

Am 17. April 1536 hält der deutsche Kaiser Karl V. – er ist zugleich König Karl I. von Spanien -,  in Rom eine ungefähr einstündige Rede über das Verhältnis zu Frankreich. „Er sprach spanisch; man sagt, die Sprache seines Feindes habe er bei dieser Gelegenheit nicht wählen wollen.“(1)

Im Rahmen der Rede fordert er diesen Feind, den französischen König Franz I., zur Überwindung der Konfrontation mit dem Reich auf — und dann macht er ihm ein bemerkenswertes Angebot:

„Wenn der König dazu nicht bereit sei, dann sei es noch immer das Beste, man vermeide das Blutvergießen beider Völker und begegne einander im persönlichen Zweikampf – nach Bedingungen, wie er nicht hinzuzufügen versäumt, die der König von Frankreich bestimmen möge.“ (2)

Das Duell der Staatsmänner statt des Völkersterbens – in Erich Maria Remarques Roman Im Westen nichts Neues sind es deutsche Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges, die das im Gespräch im Schützengraben fordern. 

Auch in unseren Tagen ist in den Medien etwa vom Duell zwischen Putin und Selensky die Rede — mit dem gewaltigen Unterschied, dass da andere für die Duellanten den Kopf hinhalten! Der krassest denkbare Unterschied zwischen Metapher und real life.

Des Kaisers Duellangebot, um den Völkern Blutvergießen zu ersparen, „ein Angebot also in jeder Hinsicht nach dem ritterlichen Ehrenkodex“ (3), lehnte Franz I. dankend ab. Einer aus dieser Politikerriege der Persönlich-nie-Verantwortlichen (und zwar ein besonders skrupelloses und kriegslüsternes Exemplar).

(1) Ferdinand Seibt, Karl V. Der Kaiser und die Reformation, Berlin 1990, S. 126.

(2) ebd., S. 128.

(3) ebd.